In this audio work, I respond forty years later from a neuroqueer perspective to a story called Das Märchen von den verkrüppelten Blättern [Fairy tale of the Crippled Leaves], written by Maria and published in the KrüppelZeitung [Crip Magazine] no. 1/80 in 1980, an important German crip community publication (1979 - 1985). The resulting sound piece is a poetic response that takes up the image of a falling leaf and relates it to our present time and current challenges - it is paired with a floor painting inspired by tactile floor systems, offering a sensory experience of sound, text and touch in the exhibition.
In the second work of mine in the exhibition The Desire for Being Many I share the video work, Coalition Bouquet: 504 Sit-In which recalls the 1977, 22 day sit-in strike in the United States, and translates this story of collective action into a bouquet of flowers as a symbol of solidarity. Through this work I highlight the history making alliances of Disabled, trans*, BIPoC communities. Throughout the work I affirm, that despite differences — this bouquet is more than the sum of its parts which — at the same time - symbolises temporality and transience. With the roll back of rights currently happening with the rise of fascisms in Germany & the US (but not only) - the defense of the rights (and wrongs) for marginalised people everywhere is an ongoing task.

Mit einer forschungsbasierten Praxis erkundet Ren Loren Britton die Welt und schreibt bestehende Rahmen bedingungen neu, mit besonderem Schwerpunkt auf Behinderung sowie Trans-Rechten (und Ungerichtigkeiten) und Kritik an normativen gesellschaftlichen Strukturen. In der bei Neun Kelche ausgestellten Audioarbeit reagiert Britton vierzig Jahre später aus einer neuroqueeren Perspektiv auf die Geschichte Das Märchen von den verkrüppelten Blättern*, geschreiben von einer Aktivistin namens Maria und veröffentlich in der Krüppel Zeitung Nr. 1/80, einer wichtigen Publikation der deutschen Behindertenbewegung (1979 - 1985). Das daraus resultierende Klangstück ist eine poetische Antwort, die das Bild eines fallenden Blattes im Herbst aufgreift und es mit unserer Gegenwart und den aktuellen Herausforderungen in Verbindung bringt. Es wird mit einem taktilen Bodensystem kombiniert und bietet so eine sensorische Erfahrung, die inklusives Design im Raum umsetzt.
Brittons zweite Arbeit bei Neun Kelche, Coalition Bouquet: 504 Sit-In, erinnert an den 22-tägigen Sitzstriek von 1977, in den USA und übersetzt den Erfolg kollektiven Handelns in einen symbolischen Blumenstrauß der Solidarität. In dieser Video-installation wu4rdigt Britton die historischen Bündnisse von Behinderten-, Trans*- und BIPoC-Communities und betont, dass der Aufbau einer barrierefreien und gerechten Zukunft nur als gemeinsame Aufgaben gelingen kann. Trotz ihrer Unterschiede ist dieser Blumenstrauß mehr als die Summer seiner Teile. Zugleich verweisen die Blumen auf Vergänglichkeit und die Zerbrechlichkeit des Augenblicks. Dies wird derzeit im Zusammenhang mit dem Americans with Disabilities Act schmerzlich deutlich: Die Regierung von Donald Trump beschneidet massiv die Rechte und die medinizinische Versorgung von Menchen mit Behinderungen. Die Verteidigung dieser Rechte bleibt eine fortwährende und umkämpfte Aufgabe.
thedesireforbeingmany.de
Photography by Dorothea Dittrich